Förderbeispiele

Im Folgenden finden Sie eine Auswahl an bisher vergebenen Förderungen.
Michaelshof-Ziegelhütte e.V., Einrichtung für Erziehungshilfe e.V., 73235
     Weilheim a.d.Teck / Seminar am Michaelshof, 73230 Kirchheim

Der Michaelshof, eine staatlich anerkannte Schule für Erziehungshilfe (Waldorfschule), bietet 48 Heimplätze für Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 14 Jahren mit Lernstörungen aller Art sowie seelischen Behinderungen.
Jugendwohngemeinschaften, Betreutes Jugendwohnen, Hauptschulabschluss und Berufsvorbereitung werden auf der Ziegelhütte Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 17 Jahren mit seelischer Behinderung, Entwicklungsdefiziten und Verhaltensauffälligkeiten angeboten.

Der Michaelshof-Ziegelhütte e.V. ist Träger des „Seminars am Michaelshof“, einer staatlich anerkannten Fachschule für Sozialwesen der Fachrichtung Jugend- und Heimerziehung auf anthroposophischer Grundlage mit dem Abschluss zum/zur staatlich anerkannten Jugend- und HeimerzieherIn.

 

Das Seminar am Michaelshof erhielt eine Zuwendung in Höhe von 5.800,00 € für die Fortbildungsreihe „Anthroposophisch orientierte Jugend- und Heimerziehung“.

Die Fortbildungsreihe bestand aus 8 Modulen, die aufeinander aufbauten und von denen jedes Modul 9 Einheiten á 90 Minuten umfasste: 

Modul 1: Anthroposophie und Jugendhilfe I, 02.04 bis 04.04.08
Modul 2: Anthroposophie und Jugendhilfe II, 04.06. bis 06.06.08
Modul 3: Biografiearbeit, 09.07. bis 11.07.08
Modul 4: Pädagogische Aspekte, 17.09. bis 19.09.08
Modul 5: Die pädagogische Beziehung, 19.11. bis 21.11.08
Modul 6: Methoden, 14.01. bis 16.01.09
Modul 7: Elternarbeit, 18.03. bis 20.03.09
Modul 8: Selbstmanagement, 22.04. bis 24.04.09

Zielgruppe waren Menschen ohne anthroposophische Ausbildung oder entsprechende Kenntnisse im Feld der Jugendhilfe, die in Einrichtungen des Verbandes arbeiten, und auch langjährige Mitarbeiter, die ihrem Handeln neue Sichtweisen abgewinnen wollen. Ein weiterer Teilnehmerkreis waren Mitarbeiter, die aufgrund ungenügender Fachqualifikation sich nachqualifizieren müssen.

BundesElternVereinigung e.V., Argentinische Allee 25, 14163 Berlin

Die BundesElternVereinigung für anthroposophische Heilpädagogik und Sozialtherapie e.V. ist ein gemeinnütziger Zusammenschluss von Eltern, Angehörigen und Freunden. Als Selbsthilfeorganisation setzt sie sich für die Interessen von ca. 10.000 seelenpflegebedürftigen Menschen und deren Eltern, Angehörigen und Freunden ein.

 

Die BundesElternVereinigung erhielt zwei Zuwendungen in einer Gesamthöhe von 18.000,00 € und zwar für:

  

1.

Tagung Mitarbeiter – Eltern – Angehörige: Mut baut Brücken: Wir brauchen Mut!
Ziel dieser Tagung war die Stärkung der Mutfähigkeit als Voraussetzung verantwortlichen Handelns und als Basis der Begegnung von Mensch zu Mensch.

 

3.000,00 €
2.
4. Europäischer Kongress für Menschen mit Behinderungen „Wechsel der Gezeiten“ im Rahmen der Initiative „In der Begegnung leben“, der vom 24. bis 27.10.2008 in Den Haag, Niederlande, stattfand.
15.000,00 €

Stiftung Leben und Arbeiten, 28870 Ottersberg

Die Stiftung Leben und Arbeiten ist eine rechtsfähige Stiftung, die mildtätigen Zwecken dient. Sie ist Träger der beiden Lebensgemeinschaften Johannishag, Worpswede, und Parzival-Hof, Ottersberg, die auf der Grundlage anthroposophischer Heilpädagogik und Sozialtherapie arbeiten. Menschen mit Behinderungen finden in den beiden Lebensgemeinschaften einen Wohn- und Arbeitsplatz.

 

Der Stiftung Leben und Arbeiten wurde für die nachstehend aufgeführten Bildungsangebote eine Zuwendung in Höhe von insgesamt 7.400,00 € gewährt:

 

1.
Schwimmkurs für Menschen mit Behinderung
1.400,00 €
2.
Lesen, Schreiben und Rechnen für Menschen mit Behinderung
2.300,00 €
3.
Krankheitsbilder / Heilpädagogischer Kurs
1.600,00 €
4.
Anthroposophische Sinneslehre
2.100,00 €

Freie Akademie für anthroposophische Heilpädagogik und Sozialtherapie e.V., 22869 Schenefeld

Die Freie Akademie für anthroposophische Heilpädagogik und Sozialtherapie wurde 1982 als Dachverband der anthroposophischen Ausbildungsstätten für Heilpädagogen und Sozial-therapeuten in Deutschland errichtet. Neben persönlichen Mitgliedern gehören ihr heute 24 Aus- und Fortbildungsstätten an, darunter acht Seminare für Sozialtherapie, sechs Grundausbildungs-stätten und eine Fachschule für Heilpädagogik, zwei Seminare für heilpädagogische Lehrer sowie eigenständige Fortbildungsinstitute.

 

Außerdem ist die Freie Akademie Träger des „Seminar Nord - Lernwege zur Sozialtherapie“, einer freien Bildungsinitiative der anthroposophischen sozialtherapeutischen Einrichtungen in Norddeutschland.
Arbeitsbereiche der Freien Akademie sind

  • die Förderung der Zusammenarbeit der Ausbildungsstätten 
  • die Weiterentwicklung der Ausbildungen 
  • die Ausbildung von Ausbildern 
  • die internationale Zusammenarbeit mit anthroposophischen Ausbildungsstätten 
  • Zusammenarbeit mit vergleichbaren nicht-anthroposophischen Verbänden 
  • Förderung und Durchführung von Fortbildungen im Bereich anthroposophischer Heilpädagogik und Sozialtherapie

Die Freie Akademie erhielt eine Zuwendung in Höhe von 12.680,00 € für die 12. Internationale Ausbildungstagung für Heilpädagogik und Sozialtherapie, die vom 16. bis 19.04.2008 in Kassel durchgeführt wurde.

Haus Sonne e.V., 66453 Gersheim

Auf der Grundlage des anthroposophischen Menschenbildes gliedert sich das 1954 gegründete Heil- und Erziehungsinstitut für seelenpflegebedürftige Kinder, Jugendliche und Erwachsene Haus Sonne heute in die drei Bereiche Kinderheim mit integrativem Waldorf-Kindergarten und Heilpädagogischer Schule, die Jean Schoch-Werkgemeinschaft (Lebens- und Arbeitsgemeinschaft für Erwachsene) und den biologisch-dynamisch wirtschaftenden Neukahlenberger Hof. Insgesamt 120 Kinder, Jugendliche und Erwachsene leben in Haus Sonne.

 

Haus Sonne erhielt eine Zuwendung von 2.900,00 € für die Mitarbeiterfortbildungen.

 

1.
Diagnostische Übungen für die sozialtherapeutische Betreuungsarbeit
710,00 €
2.
Kreative Selbstfürsorge und Stressbewältigung für Pflegende und Helfende
1.160,00 €
3.
Psychiatrisches Fallseminar auf anthroposophischer Grundlage: „Seelenpflegebedürftigkeit als Herausforderung“
1.030,00 €

Rudolf Steiner-Seminar für Heilpädagogik e.V., 73087 Bad Boll

Der Verein fördert die heilpädagogische Ausbildung und Fortbildung auf anthroposophischer Grundlage. In diesem Zusammenhang fördert er auch die Forschung auf dem Gebiete der anthroposophischen Heilpädagogik. Die Verwirklichung geschieht durch das Rudolf Steiner-Seminar für Heilpädagogik in Bad Boll, einer staatlich anerkannten Fachschule für Heilpädagogik, dessen Träger der Verein ist.

 

Das Rudolf Steiner-Seminar erhielt Zuwendungen von insgesamt 30.250,00 € für die nachstehend genannten Fort- und Ausbildungen:

 

1.
„Das anthroposophische Menschenbild als Grundlage der Heilpädagogik und Sozialtherapie“ 2008/2009 für Mitarbeiter in heilpädagogischen und sozialtherapeutischen Einrichtungen mit anthroposophischer Ausrichtung, deren Fachausbildung nicht auf der Grundlage eines anthroposophischen Menschenbildes basierte.
15.490,00 €
2.
„Betreuen und Begleiten in der Lebensgemeinschaft“ 2008/2009 für Mitarbeiter in Heilpädagogik und Sozialtherapie, deren Arbeitsgebiet pflegerische Maßnahmen mit umfasst.
14.760,00 €

Hermann Jülich Werkgemeinschaft e.V., 22929 Hamfelde/St.

Im Jahre 1978 wurde von Lehrern und Eltern einer heilpädagogischen Tagesstätte in Hamburg die Hermann Jülich Werkgemeinschaft e.V. in Hamfelde gegründet, um für junge Menschen, die der heilpädagogischen Betreuung entwachsen waren, einen beschützenden Lebensraum außerhalb des Elternhauses zu schaffen. Heute werden in Hamfelde und im Nachbarort Köthel 61 mehrfach behinderte junge Erwachsene auf den Grundlagen der anthroposophischen Sozialtherapie betreut. In 5 verschiedenen Werkstattbereichen, geleitet von handwerklich geschulten und sozialtherapeutisch ausgebildeten Fachkräften, hat jeder Betreute einen seinen Fähigkeiten entsprechenden Arbeitsplatz.

 

Es wurden vier hausinterne Fortbildungen mit insgesamt 2.700,00 € gefördert:

 

1.
Vorträge und Seminar zum Thema „Ernährungsfragen:
1) Die Kunst sich zu ernähren und 2) Allergie – was esse ich jetzt?“
400,00 €
2.
Medizinische Begleitung durch Dr. Roggatz
An der Fortbildung „Innere Substanzbildung – wie werden Kompetenz und Kräfte für die pädagogische und therapeutische Arbeit gebildet?“ nahmen das Kollegium Köthel und Betreute Köthel teil.
1.500,00 €
3.
Weiterbildung zum Thema „Psychiatrische Erkrankungen bei Menschen mit Seelenpflegebedürftigkeit – Haltung des Therapeuten“
500,00 €
4.
Fortbildung für Pflegedienstleitung und Fach- und Führungskräfte,
Seminar „Umgang mit und Betreuung von Demenzkranken“, Teil I und II
300,00 €

Verband für anthroposophische Heilpädagogik,
     Sozialtherapie und soziale Arbeit e.V., 61209 Echzell-Bingenheim

Im Verband sind rund 150 Einrichtungen für anthroposophische Heilpädagogik, Sozialtherapie und soziale Arbeit zusammengeschlossen.
Zweck des Verbandes ist die Förderung von Aufgaben im Bereich anthroposophischer Heilpädagogik, Sozialtherapie und sozialer Arbeit. Dies umfasst die Unterstützung von Mitgliedseinrichtungen und von freien Initiativen. Im Besonderen gehört dazu die Sicherstellung der Belange seelenpflegebedürftiger Kinder, Jugendlicher und Erwachsener.
Verwirklicht wird dies u.a. auch in der Aus- und Weiterbildung von betreuten Menschen, von Mitarbeitern und in der Zusammenarbeit mit Eltern und Angehörigen.

 

Der Verband erhielt 3.000,00 € für die Fortbildungen des Fachbereichs Werkstätten für die Schulung von Werkstatträten und Vertrauenspersonen in der Wanderakademie.
An dieser 6. Fortbildungsreihe nahmen Vertreterinnen und Vertreter anerkannter WfbM’s Walsheim, Gemeinschaft Altenschlirf, Sassen-Richthof, Troxler-Haus und Höhenberg teil.

Verein für heilende Erziehung und Therapie auf der Grundlage anthroposophischer
     Menschenkunde e.V., 61440 Oberursel / Albrecht-Strohschein-Schule

Der Verein für heilende Erziehung und Therapie auf der Grundlage anthroposophischer Menschkunde e.V. ist der Träger der Albrecht-Strohschein-Schule.
Die Albrecht-Strohschein-Schule ist eine staatlich genehmigte Förderschule, die auf der Grundlage der anthroposophischen Heilpädagogik arbeitet. In ihr werden SchülerInnen mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf im Bereich Praktisch-bildbar und Lernhilfe gemeinsam unterrichtet. Darüber hinaus dürfen auch Kinder und Jugendliche mit einer Lernstörung aufgenommen werden, deren Förderbedarf vorrangig im Bereich der Erziehungshilfe und Körperbehinderung liegt. Die Verschiedenartigkeit der SchülerInnen ist ein wesentliches Element für den sozialen Reifeprozess.

 

Die Eltern-Kollegium-Fortbildung 2008 der Albrecht-Strohschein-Schule wurde mit einem Betrag von 520,00 € gefördert. Die Fortbildungen waren im einzelnen:

 

1.
Affolter-Therapie
150,00 €
2.
Sprachgestaltung
150,00 €
3.
Psychomotorik
220,00 €

Lebensgemeinschaft Eichhof gGmbH, 53804 Much

Im Jahr 1993 stellten die Mitglieder der Elternvereinigung der Lebensgemeinschaft mit großem persönlichen und finanziellen Engagement den bäuerlichen Betrieb „Eichhof“ mit ca. 11 ha landwirtschaftlich genutzter Fläche zur Verfügung und begannen mit dem Um- und Aufbau. Im Januar 1996 zog die erste Gruppe von 11 Menschen in das mit vielen Eigenleistungen der Mitglieder der Gründerkreise umgebaute alte Bauernhaus ein. Heute hat die Lebensgemeinschaft ihr eigenes kleines „Dorf“ mit 12 Wohnhäusern, Werkstätten, landwirtschaftlichen Gebäuden und einem Haus der Begegnung. Hier finden 120 geistig behinderte erwachsene Menschen alle Voraussetzungen, um gemeinsam zu leben und zu arbeiten. Über 100 Mitarbeiter unterstützen sie dabei. Die Strukturen der Gemeinschaft und die professionelle Arbeit orientieren sich am Menschenbild von Rudolf Steiner und der von ihm entwickelten Anthroposophie.

 

Die Lebensgemeinschaft Eichhof erhielt eine Zuwendung in Höhe von 5.000,00 € für die Fortbildung „Das anthroposophische Menschenbild als Grundlage für die heilpädagogische und sozialtherapeutische Arbeit“. An dieser Fortbildung nahmen nicht nur Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Eichhofs teil, sondern sie war auch offen für Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus anthroposophischen Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen und den angrenzenden Bundesländern.

Tennentaler Gemeinschaften e.V., Dorfgemeinschaft Tennental, 75392 Deckenpfronn

Tennental ist eine Dorfgemeinschaft mit insgesamt ca. 250 Menschen, auch mit besonders hohem Hilfebedarf. Betreute und Betreuer leben in vielen unterschiedlich großen und unterschiedlich strukturierten sozialtherapeutischen Familien; arbeiten in Landwirtschaft, Gärtnerei, Lebensmittelverarbeitung, Schreinerei, Bäckerei, Metallwerkstatt, Astholzwerkstatt, Dorfladen und Bistro.

 

Die Tennentaler Gemeinschaften erhielten für eine Feldstudie: „Zusammenleben: Anthroposophisch orientierte Lebensgemeinschaften für Menschen mit und ohne Behinderung“ eine Zuwendung von 12.240,00 €. Diese Feldstudie erstreckt sich über ein Jahr.

Camphill Schulgemeinschaft Brachenreuthe, 88662 Überlingen
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